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Britische Policen

Was ist dran am Mythos britischer Lebensversicherungen?

Vermittler werben mit 2 stelligen Renditen und dennoch mit der Sicherheit von klassischen Lebensversicherungen.

Unterschiede zu deutschen Lebensversicherungen

Britische Policen, welche in Deutschland abgeschlossen wurden unterliegen dem deutschen Vertrags- und Steuerrecht, jedoch der britischen Finanzaufsicht. Deshalb sind dort Aktienquoten von bis zu 100% erlaubt. Deutsche Versicherer haben eine Höchstgrenze von 35% für den Aktienanteil.

Für deutsche Kunden von Britischen Lebensversicherungen gilt nicht der Schutz des deutschen Sicherungsfonds durch Protektor oder des britischen Sicherungsfonds (FSCS)*. Bei betrieblicher Altersvorsorge haftet der Arbeitgeber bei Insolvenz des britischen Versicherers.

*ab Februar 2007 besteht Schutz für Standard Life + Clerical Medical Kunden

Eigentlich handelt es sich bei den britischen Policen eher um eine Fondsgebundene Rentenversicherung, auch wenn man sie gerne mit den klassischen Rentenversicherungen vergleicht.

Wie funktionieren die britischen Policen?

Die in Deutschland angebotenen Produkte britischer Versicherer sind hauptsächlich so genannte Unitised With Profits - Produkte (UWP).

Der Kunde erwirbt mit seinen Beiträgen Anteile (Units) an einem internen UWP-Fonds, dessen An- und Verkaufswerte nicht durch den Markt, sondern durch die Gesellschaft festgelegt werden. Diese Anteile sind überschussberechtigt (With Profits) d.h. die jeweilige Gesellschaft setzt einen Bonus fest, der dem Vertrag des Kunden zugewiesen wird. Der Bonus wird jedes Jahr neu festgelegt und kann nicht negativ werden. Somit sind also die eingezahlten Beiträge + Bonus und abzüglich Abschluss- und Verwaltungskosten garantiert.

Aber: Die Garantie gilt nur, wenn man bis zum Ende durchhält. Bei vorzeitigem Ausstieg kann eine sogenannte Marktanpassung nach unten vorgenommen werden und man bekommt ggf. nicht einmal die eingezahlten Beiträge.

Der Bonus den die Kunden erhalten, entspricht nicht der tatsächlichen Wertentwicklung des Fonds, da die Briten versuchen starke Schwankungen des Fonds zu glätten (Smooting-Verfahren). Somit wird nur ein Teil des Gewinnes tatsächlich gutgeschrieben.

Britische Lebensversicherung (Canada Life) vs. Deutsche (Allianz)

In der Tabelle sehen Sie den jährlichen Bonus des erfolgreichsten Anbieters britischer Lebens- und Rentenversicherungen (Canada Life) im Vergleich zur jährlich garantiert gutgeschriebenen Überschussbeteiligung der Allianz.

Canada Life vs. Allianz Leben

Die Grafik zeigt deutlich, dass der jährlich gutgeschriebene Bonus trotz höherem Risiko nicht an die Überschussbeteiligung deutscher Lebensversicherer heranreicht.

Was ist nun mit den 2 stelligen Renditen? Die Briten sind noch nicht lange genug auf dem deutschen Markt um überhaupt Abläufe vorzuweisen. Die in Großbritannien erreichten Renditen sind nicht vergleichbar, da die Inflation dort eine andere Entwicklung hatte als in Deutschland. Die Briten haben also noch nie zweistellige Nettorenditen erziehlt, selbst wenn die Bruttorendite in börsenstarken Jahren bei 12% lag.

Was sagt die Presse oder Umfragen zum UWP- Prinzip?

→ Angebot für eine deutsche Rentenversicherung


(SM)

 
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